Über MG-Pictures
Hi, ich bin Marvin
Fotograf aus Gießen
Wer ich bin Privat?
Ich bin Jahrgang 1991.
Seit 2017 bin ich mit meiner Jugendliebe verheiratet. Wir sind zusammen, seit wir 18 sind. 2026 bin ich Vater eines Sohnes geworden. Und eigentlich war ich schon vorher Papa – von vierbeinigen Familienmitgliedern.
Ich koche gerne, fahre Mountainbike und Gravelbike und habe eine ziemlich klare Meinung zu gutem Kaffee.
Es gibt Cafés, die ich nicht mehr besuchen kann.
Nicht weil das Café schlecht ist.
Der Kaffee schmeckt einfach nicht.
Ich habe einen kleinen, dafür sehr treuen Freundeskreis und würde mich selbst als loyal, hilfsbereit und meistens ziemlich gut gelaunt beschreiben.
Und:
Ich bin ein Dickkopf.
Aber im guten Sinne.
Wenn ich von etwas überzeugt bin, ziehe ich es durch.
Angefangen hat es mit dem Wunsch, etwas zu können.
Nach einem Jahr bei einer regionalen Zeitung hatte ich damals zwar mein Abitur, aber keine Berufsausbildung.
Ich wollte etwas lernen, bei dem am Ende tatsächlich etwas entsteht. Etwas, das ich mir im wahrsten Sinne des Wortes an die Wand hängen kann.
Also habe ich eine Ausbildung zum Industrie- und Architekturfotografen begonnen.
Allerdings nicht irgendwo, sondern am Deutschen Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg, einer Forschungseinrichtung der Philipps-Universität Marburg.
Dort habe ich gelernt, dass man nicht einfach auf etwas draufhält und fotografiert.
Archivgut, Kunst und historische Objekte verlangen Respekt. Sauberkeit. Präzision. Und vor allem: erst einmal hinschauen.
Nachdenken. Verstehen. Dann machen.
Diese akribische Arbeitsweise begleitet mich bis heute.
Gleichzeitig hatte ich während meiner Ausbildung viele Freiheiten. Ich durfte eigene Projekte entwickeln und mich fotografisch ausprobieren.
Und so führte mich eines dieser Projekte irgendwann in die Toskana.
1.400 Kilometer, Weinberge und ein beinahe überfahrener Fotograf.
Für die Präsentation eines italienischen Motorradherstellers war ich eine Woche in der Toskana unterwegs.
Die Anreise? Rund 1.400 Kilometer mit dem Mietwagen an einem Tag bis nach Florenz.
Am Abend ging es direkt weiter zu einem Empfang auf einem Weingut. Erst später stellte sich heraus, dass dort auch schon die britische Königsfamilie zu Gast gewesen war. Am nächsten Tag stand ich dann irgendwo zwischen Weinreben und antiken römischen Straßen und fotografierte Motorräder in Aktion.
Ich musste dabei natürlich auch Landschaftsfotografie für meine Ausbildung produzieren. Die Toskana war dafür nun wirklich kein schlechter Arbeitsplatz. Abends saß ich mit einigen australischen Gästen beim Essen. Es war längst nach Mitternacht und die Stimmung entsprechend ausgelassen. Einer erzählte plötzlich:
Er habe heute fast einen Fotografen mitgenommen. Der sei irgendwo hinter den Weinreben gehangen, während er mit Vollgas vorbeigefahren sei.
Ich musste ziemlich lachen.
Ich war dieser Fotograf.
Und genau solche Situationen haben mir früh gezeigt, was ich an Fotografie mag: Nicht immer dort stehen, wo alle anderen stehen.
Drei fotografische Welten
Hochzeit
Momente, die man nicht planen kann.
Bei Hochzeiten geht es für mich um Gefühle.
Um den Bräutigam, der nervös an seinen Händen spielt und immer wieder zum Eingang schaut. Um den Blick zweier Menschen nach der Trauung. Oder um den Moment beim Brautpaarshooting, in dem plötzlich niemand mehr darüber nachdenkt, wie er vor der Kamera aussieht.
Dann sind sie einfach wieder sie selbst.
Ich plane meine Hochzeiten genau und passe mich trotzdem an das an, was tatsächlich passiert. Denn es gibt immer einen Plan – aber auch immer die Möglichkeit, dass ein anderer besser ist.
Mir ist wichtig, dass sich meine Paare gut aufgehoben fühlen und irgendwann vergessen, dass überhaupt jemand fotografiert.
Denn die schönsten Bilder entstehen oft genau dann.
Emotion. Nähe. Echtheit.
Architektur
Wenn aus Raum ein Bild wird.
Architekturfotografie ist für mich klassisches fotografisches Handwerk.
Linien, Perspektiven, Proportionen und Licht müssen stimmen. Ein Gebäude soll nicht einfach nur schön aussehen, sondern so fotografiert werden, dass seine Architektur verständlich und präzise erlebbar wird.
Meine Ausbildung in der Industrie- und Architekturfotografie und besonders meine Zeit bei Foto Marburg haben meinen Blick dafür geprägt.
Ich arbeite gerne genau. Ich mag es, wenn eine Perspektive nach vielen kleinen Korrekturen plötzlich funktioniert und aus einem guten Motiv ein wirklich starkes Bild wird.
Hier darf Fotografie ruhig manchmal etwas nerdig sein.
Präzision. Struktur. Handwerk.
Produkt & Werbung
Perfektion trifft kreative Freiheit.
Produktfotografie ist für mich vor allem Handwerk.
Ein gutes Produktbild muss zeigen, wie etwas aussieht, wie es beschaffen ist und welche Details wichtig sind. Farbe, Oberfläche, Material und Form müssen so dargestellt werden, dass man das Produkt beinahe mit den Augen erfühlen kann.
Werbefotografie gibt mir dagegen mehr Raum für Ideen.
Hier geht es nicht nur darum, etwas zu zeigen, sondern eine Botschaft zu transportieren. Eine Idee darf größer, ungewöhnlicher und manchmal auch komplett neu gedacht werden.
Deshalb beginnt meine Arbeit nicht erst mit der Kamera. Ich möchte verstehen, was ein Bild erreichen soll und warum es überhaupt gebraucht wird.
Detail. Idee. Wirkung.
Erst verstehen. Dann fotografieren.
Egal, ob Hochzeit, Architektur oder Werbekampagne: Für mich beginnt ein Auftrag nicht mit dem ersten Foto.
Ich möchte zuerst verstehen, worum es eigentlich geht.
Was soll das Bild erreichen?
Was braucht der Kunde wirklich?
Was ist bereits geplant – und wo gibt es vielleicht eine bessere Lösung?
Gerade bei kommerziellen Produktionen sehe ich mich deshalb nicht nur als Fotograf, sondern auch als Sparringspartner.
Ein Kunde kennt sein Produkt. Er kennt seinen Markt und sein Geschäft.
Ich kenne Fotografie.
Wenn ich deshalb merke, dass eine Idee nicht funktionieren wird, sage ich das auch.
Ganz klar.
Nicht, weil ich den Kunden überreden möchte. Sondern weil ich möchte, dass er am Ende das bekommt, was er wirklich braucht – und nicht einfach das, was er ursprünglich gedacht hat.
Manchmal braucht es dafür zwei oder drei Gespräche. Manchmal wird aus der ursprünglichen Bildidee am Ende etwas völlig anderes.
Für mich ist das kein Problem.
Das ist der Prozess.
Ich muss nicht der beste Fotograf sein.
Es gibt unglaublich viele gute Fotografen.
Deshalb möchte ich niemanden davon überzeugen, dass ich der beste Fotograf bin.
Wenn ein Kunde das Gefühl hat, dass ich der richtige Fotograf für ihn bin, freue ich mich.
Wenn nicht, ist das auch okay.
Ich glaube, dass gute Zusammenarbeit mehr mit Vertrauen, Kommunikation und einer gemeinsamen Vorstellung von guter Arbeit zu tun hat als mit irgendwelchen Superlativen.
Und ich verstehe bis heute nicht so richtig, warum Fotografen ihre Arbeit ständig mit der anderer vergleichen müssen.
Macht eure Arbeit gut.
Macht eure Kunden glücklich.
Und freut euch über gute Arbeit von anderen.
Man kennt schließlich nicht immer alle Hintergründe, warum ein Bild so aussieht, wie es aussieht.
Vielleicht hat es genau so seinen Sinn.
Warum ich das alles noch immer mache?
Weil ich jeden Tag vor neuen Herausforderungen stehe.
Und weil ich sie lösen kann.
Mal ist die Herausforderung ein Hochzeitspaar, das sich vor der Kamera zunächst nicht wohlfühlt.
Mal ist es ein Gebäude, bei dem die Perspektive einfach noch nicht stimmt.
Mal ein Produkt, dessen Materialität auf einem Bild spürbar werden soll.
Und manchmal ist es eine Werbeidee, bei der am Anfang noch niemand genau weiß, wie das fertige Bild aussehen wird.
Genau das hält mich dabei.
Ich wollte mein Hobby nie zum Beruf machen.
Heute lebe ich mein Hobby jeden Tag.
Und bin ziemlich dankbar dafür.
